Archiv für die 'Erfolgsgeschichten' Kategorie

Kreuzigung, Demut, Loslassen

02. April 2010

Anlass

Der Name des Beitrags entspringt einem schönen Beratungslauf, den ich am Karfreitag mit mir selbst gemacht habe. Darüber hinaus hat der Beitrag so wenig mit Religion zu tun, wie mein Alltag. Es geht vielmehr um das Signal zum Aufbruch in eine neue Zukunft meiner professionellen Tätigkeit.

Name

Ich war lange recht glücklich mit dem Wort- und Abkürzungsmonstrum, unter dem ich überwiegend an den Markt getreten bin: Unternehmensberatung für kleine und mittlere Unternehmen (kurz: ubkmu). Ich sehe inzwischen ein, dass das unhandlich bis unmerkbar ist. Letztlich haben sich viele Kunden, Interessenten und sonstige Personen einfach meinen Namen gemerkt, unter dem ich auch bald meine Aktivitäten gemeinsam mit dem Markt neu sortieren, ausrichten und ausbreiten möchte.

Ausrichtung eines anderen Unternehmens

Bei der Beobachtung für mich interessanter Unternehmen habe ich gesehen, dass dass dort Personen den Kern darstellen und nicht die Frage, ob es 1, 5 oder 10 verschiedene Produkte gibt. Somit wird es für mich und interessierte Menschen ein spannendes Experiment, wie der Weg von meinen Werten über denkbare Produkte zur Ansprache von Wunschkunden aussehen wird.

Schritte

Werte

Ich werde nicht umhin kommen, die mich antreibenden und interessierenden Werte herauszuarbeiten und zu kommunizieren, damit die für mich richtigen Menschen sich angesprochen fühlen. Auf der neu zu startenden Seite werde ich mich zu jedem hier angerissenen Punkt dem hoffentlich neugierigen Dialog stellen.

Wunschkunden

Ich habe festgestellt, dass mich die Frage nach MIG (Menschen, Ideen, Geschichten) losgelöst von der kurzfristigen ökonomischen Perspektive schon immer interessiert hat. So ist es auch kein Zufall, wenn ich hier trotz oder vielleicht wegen erwartbarer Herausforderung Künstler und Handwerker als erste benenne, für die ich gern einmal arbeiten möchte.

Einladung

Es ist mir bewusst, dass meine Ankündigung eines Startschusses noch ein wenig unklar wirkt. Lassen Sie es mich so andeuten: Bislang bin ich an vielen Stellen davon ausgegangen, dass ich viel selbst planen und gestalten müsste. Das könnte sich als unnütz erweisen. Meine Kenntnisse und Fähigkeiten sind da, wenngleich ich sie ständig zu erweitern versuche. Und die Nachfrage danach ist auch bereits irgendwo. Es ist also nur eine Frage des Zuhörens, Fragens und Redens, die losen Seilenden zusammen zu bringen. Das scheint mir inzwischen logischer als der Versuch, definierten Personengruppen den Bedarf für fertige Produkte notfalls auch einzureden, womit sich klassisches Marketing teilweise beschäftigt. Sinnzentrierte Arbeit hingegen mag im Aufgalopp mühsamer wirken, wird nach meiner Vorstellung aber nachhaltiger an Freude und Erfolg sein. Begleiten Sie mich doch ein Stück auf diesem Weg. Sowie der Rohling der neuen Webseite steht, werden Sie hier den Link dazu finden.

Zukunftsgestalter: Manager oder Unternehmer?

25. März 2010

Definition

Es gibt wissenschaftlich fundierte und präzise Beschreibungen der beiden Begriffe. Das einfache Volk und der Stammtisch bieten auch einige an. Die lassen wir aber mal bei Seite und ich denke mal wieder selbst. Ich picke bewusst nur einige Eigenschaften heraus, um etwas zu verdeutlichen.

Manager

  • Besorgt in einer für ihn (zunächst) fremden Firma für einen Teilbereich die Geschäfte.
  • Ist je nach Hierachiestufe nur begrenzte Zeit an die Firma gebunden und somit auf kurzfristige und tendenziell leichte Erfolge aus.
  • Jongliert mit dem Geld anderer Leute, ohne für sein Handeln selbst ins Risiko zu müssen.

Unternehmer

  • Besorgt in seinem Unternehmen mit ständigem Blick aufs Ganze die Geschäfte.
  • Ist in der Regel dauerhaft an die Firma gebunden und wird in der Tendenz einen gesunden Mix aus aktuellen Erfolgen und Substanzsicherung und -verbesserung anstreben.
  • Jongliert mit eigenen Ressourcen und haftet mindestens mit seinem guten Ruf für eigene Entscheidungen.

Zukunftsfrage

Wenn man nur 3 zu beobachtende Großtrends auswählt, kann man pointiert sehen, wem wohl die Zukunft gehören wird.

Massenkommunnikation

Die traditionell von vergleichsweise wenigen Aussendern kontrollierten Märkte Print, Fernsehen und Radio haben ihre Rolle als alleinige Meinungsmacher bereits in Teilen der Bevölkerung verloren. Es lässt sich nur noch über die Geschwindigkeit des weiteren Bedeutungsverlustes streiten, was aber müßig ist. Der gewinnende Trend ist die Kommunikation, in der bisherige Empfänger auf Wunsch auch zum Sender werden. Ein Dokument, in dem das bereits seit Jahren schön gebündelt steht, ist das Cluetrain Manifest.

Ideengetriebenheit

Der ursprüngliche Zweck der Organisation wirtschaftlichen Handelns ist es, Sinn in Form von Produkten und Dienstleistungen zu stiften. Effizienz, Rendite und Prozessoptimiertung stellen hingegen keinen wirtschaftlichen Mehrwert dar. Ohne einen Sinn (oder eine Mission) fehlt aber auf Dauer der Kunde, der den ganzen Spaß schließlich bezahlen soll. Es ist somit kein Zufall, dass derzeit Banken kranken, kopflos zusammengekaufte Handelsriesen wanken und große Wirtschaftseinheiten insgesamt vor großen Fragezeichen und Klippen stehen.

Geschwindigkeit

Gesetzt den Fall, es zeichnet sich ein neuer Trend in einem Markt ab. Wer den Erfolg will, muss von einer Idee bis zur anbietbaren Lösung schnell sein und dabei gleichzeitig ein Gespür für kurzfristige UND nachhaltige Chancen haben.

Schwarz-Weiss-Malerei

Nun schaue ich schlaglichtartig, welche Auswirkungen die 3 Trends meiner Einschätzung nach haben werden.

Massenkommunnikation

Hierarchisch komplexe Konstrukte tun sich vorsichtig formuliert schwer, menschlich authentisch auf den immer maßgeblicher werdenden Kanälen des social web zu agieren. Männer und Frauen mit Ideen, Ecken und Kanten haben es hier um einiges einfacher und treffen schneller und kostengünstiger als jemals zuvor auf die passenden Mitstreiter und Kunden. Alle Bemühungen um social web policies werden diesen Vorteil für echte Unternehmer nicht ausgleichen können.

Ideengetriebenheit

Komplizierte Gebilde wie Konzerne entwickeln einen Hang zur Bürokratie, bestimmte Zusammenhänge, Hierarchien und Verfahren so weit auszufeilen, dass sie sich in erschreckend hohem Maße mit sich selbst beschäftigen. Ich werfe hier nur mal die Begriffe Reorganisation, Effizienzprogramme bzw. innere Revision in die Diskussion. Das ist alles ideen- und damit kundenabgewand. Todsünde im 21. Jahrhundert.

Geschwindigkeit

Eine gute Idee muss in gemanagten Firmen oft in mehrstufigen Verfahren von unten nach oben wandern. Dann gibt es mehr oder minder durchdachte Entscheidungen und der Weg geht nunmehr von oben nach unten. Bis das alles durchgestanden ist, hat ein beherzt zupackender Unternehmer bereits die ersten Kunden mit einer fertigen Lösung erfreut. Wieder Punkt für Unternehmer.

Einladung zum Mitdenken

Nachdem in meiner verkürzten Betrachtung der Typ Unternehmer den Typ Manager klar mit 3:0 nach Hause geschickt hat, wäre es an der Zeit, daraus Schlüsse zu ziehen und ein paar Fragen aufzuwerfen, oder?

  • Will ich vielleicht selbst Unternehmer werden?
  • Will ich bewusst in ein Unternehmen gehen, wo ich mehr als der temporäre Namen in einem beliebig wirkenden Kästchen bin?
  • Sollte die Wirtschaftsförderung nicht lieber 1.000 neue 10-Mann-Firmen fördern als einen kränkelnden 10.000-Mann-Laden gegen die Marktkräfte zu verteidigen?
  • Sollten Medien nicht lieber jede Woche 3 Newcomer und ihren Weg beschreiben als die absehbaren Abstürze der tönernen Riesen aus DAX & Co. zu begleiten?

Was sind Ihre Antworten? Und welche Fragen fehlen Ihnen hier? Ich freue mich sehr über Kommentare.

Textverarbeitung - weniger ist mehr

08. Februar 2010

Haben Sie schon einmal geschaut, wie “dick” das Verzeichnis auf ihrem Rechner ist, in dem sich Auswahlbox [OpenOffice | WordPerfect | MS-Office] befindet? Das habe ich kürzlich gemacht. Auch wenn jede Installation ein wenig anders aussehen mag, dürfte die Größenordnung als tendenziell ähnlich unterstellt werden. Meine Werte lauten:

  • OpenOffice.org 3: 403 MB / 3.923 Dateien / 455 Ordner
  • WordPerfect Office X3: 507 MB / 2.417  Dateien / 192 Ordner
  • MS-Office: kommt mir nicht auf den Rechner…

Nun unterstellen wir mal, dass Sie einen Text von weniger als 3 Seiten Länge mit übersichtlich wenigen Überschriftarten, wenigen Bildern, Tabellen und sonstigem Beiwerk verfassen wollen, wie es bei mir oft der Fall ist. Da steht der Aufruf der Textverarbeitung am Anfang. Das dauert auf meinem Netbook mit handelsüblicher Ausstattung:

  • OpenOffice.org 3: 17 Sekunden
  • WordPerfect Office X3: 10 Sekunden (incl. Klick in ein modales Fenster)

Nun unterstellen wir noch, dass Sie so etwas 2 mal täglich an 200 Werktagen tun. Dann kommen wir auf folgende Jahreswartezeit auf das Werkzeug, das eigentlich Ihr Leben vereinfachen soll:

  • OpenOffice.org 3: 6.800 Sekunden sind ungefähr 113 Minuten
  • WordPerfect Office X3: 4.000 Sekunden sind ungefähr 67 Minuten

Ist Ihnen das tendenziell zu viel zu lang und lässt Sie kurz inne halten? Dann habe ich einen Vorschlag für Sie. Testen Sie doch wie ich Abiword. Das ist lizenzkostenfrei nutzbar, wird offenbar aktiv weiter entwickelt und besticht bei den bisher hier verwendeten Kennwerten mit folgenden Zahlen:

  • Umfang Abiword 2.8.1: 18,5 MB / 273 Dateien / 8 Ordner
  • Startzeit Abiword: 4 Sekunden bei Erststart / 2 Sekunden bei Zweitstart (also 3 Sekunden durchschnittlich)
  • Jahreswartezeit: 1.200 Sekunden sind 20 Minuten

Jetzt können Sie völlig richtigerweise einwenden, das Abiword NUR Text macht. Das ist richtig. Aber bei der Häufigkeit, mit der viele Menschen einfache Texte verfassen, lohnt sich die ersetzende oder zusätzliche Installation womöglich. Treffen Sie einfach Ihre unternehmerisch sinnvolle Entscheidung.

Abiword gibt es im übrigen in zahlreichen Sprachen und auch als portable Applikation. Portabel heisst hier, dass Sie das Programm z.B. auf Ihrem USB Stick installieren und es immer dabei haben, wenn Sie mit diesem an einen PC andocken. Was mir auch sehr gut gefällt, sind die zahlreichen Formate, die diese Textverarbeitung lesen und schreiben kann sowie die Möglichkeit, das System mit zahlreichen Plugins für speziellere Formate zu ergänzen.