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Chronik eines angekündigten Todes

17. November 2009

Das ist zum einen der Titel eines großen Buches von Gabriel García Márquez. Und es ist zum anderen mein Einstieg in die Blogparade von Peer Wandiger mit dem Titel Blogparade – Blogs in Zeiten von Twitter, Facebook und Co.

Blogtod?

In unregelmäßigen Abständen wird - oft in der Variante meinungsstark - die Behauptung aufgestellt oder seltener - in der Variante qualitätsjournalistischer Pose - die Frage aufgeworfen, ob dieses Zeug mit den Blogs inzwischen nicht veraltet sei. Die Nutzung folgender nahezu wahllos gepickter Erfindungen lebt trotz neuerer “Nachfolgetechniken” weiterhin auf vermutlich erstaunlich hohem Niveau: Feuer mittels fossiler Brennstoffe, Fehlsichtigkeitskorrektur durch Sichtgläser und das Faxgerät. Das ist in meinen Augen bei Blogs mindestens genau so. Mindestens sage ich deshalb, weil nach der Welle eher privat betriebener Blogs auch eine Welle von Businessblogs da wächst und gedeiht, wo es früher z.T. andere Medien getan haben. Die veröffentlichte Information oder Meinung ist irreversibel kein Privileg derer mehr, die Druckmaschinen oder Sendeanstalten kontrollieren.

Vitualität auf der Menschheitszeitachse

Um es einigermaßen kurz zu halten: Wer in immer kürzeren Abständen immer weniger zu sagen hat, wird womöglich jetzt schon hoffen, das nächste Dinge nach Twitter sei noch kürzer. Die bei einigen Leuten prozesshaft selbst verschuldete Überflutung mit einer hohen Zahl überwiegend irrelevanter Inhaltsfetzen taugt aus meiner Sicht in erster Linie dafür, auf vernünftige Inhalte hinzuweisen. Darüber hinaus kann Twitter Kommunikationsersatz für die Generation homeoffice / coworking schaffen, weil ein paar Jahre technischer Möglichkeit Virtualität nicht überdecken können, dass der Mensch ein Gruppentier ist und virtuelle Gruppen immer noch das Lagerfeuer / die Kaffeeküche / die Firmetoilette suchen.

social Irgendwas

Facebook und andere Systeme mit einem gewaltigen Strom aus inhaltlichen Nichtigkeiten mit unterschiedlich starker Beimischung echter Perlen bieten durch Kombination von Bild und Text dem Hirn mehr Möglichkeiten einer wie auch immer gearteten Speicherung und Verarbeitung. Was den genannten und verwandten Systemen gemein ist: Die Architektur ist darauf angelegt, sich als Menschen interessensgeleitet leicht zu finden und zu verbinden.

Was bringt es?

Der Punkt der Vernetzung “mit einem Klick” ist letztlich die große Neuerung, die ich wirklich hilfreich finde. Wenn meine Inhalte aus Blogs via kommunizierender Röhren networkedblogs / facebook immer mal wieder einen Leser mehr finden, liebe ich das. Aber es ist (noch) nicht viel mehr als die Beschleunigung eines Vorgangs, der zuvor etwas länger gedauert hat. Die Basis vernünftiger Inhalte auf der Basis eines ausreichend interessant tickenden Menschen braucht man weiterhin.

Scherz für den Heimweg…

Ein wenig Kultupessimismus mag ich noch noch einstreuen: Nachdem gefühlt 100 Leute 100 Mal erzählt haben, wie man in spätestens 6 Wochen  pagerank 6 erreicht, wenn man nur folgende 100 Tips sofort und gleichzeitig anwendet, hat es auch schon mal Seiten nach oben gespült, denen die Substanz für nähere Beschäftigung dauerhaft fehlen könnte, ach was, die nie eine hatten. Aber zum Glück gibt es ja noch keine Zwangsfreundschaften, kein automatisches followen und auch gruscheln muss man ja nicht…

Wie verkaufen Sie Kundennutzen?

06. November 2009

So lautet die Frage, mit der die geschätzte Kollegin Dr. Kerstin Hoffmann in ihrem Startbeitrag zur Teilnahme an ihrer aktuellen Blogparade einlädt. Einladung dankend angenommen.

Wer hier ein 3-zeiliges Kochrezept mit Gelingensgarantie erwartet, hat sich in der Seite geirrt und klicke am besten gleich weiter. Komplexe Zusammenhänge und Aufgaben erfordern es gelegentlich, ein wenig weiter auszuholen. Ich versuche hier, exemplarisch für meine Arbeit - auch in anderen Schwerpunkten - meinen Ansatz von Business Creation Consulting (Eine wirklich treffende Eindeutschung wird gern mit persönlichem Dank aufgegriffen!) zu skizzieren.

Vor lauter aus der Umwelt hereingetragenen Verkürzungen (z.B. twitter), Schematisierungen (z.B. GTD) und vermeintlichen oder wirklichen Sachzwängen haben Kunden - nein Menschen! - es heute schwer, sich auf weiter gehende Überlegungen einzulassen. Hier werfe ich gern einen ersten Buchtitel*  ein, der so provokant wie programmatisch zu verstehen ist: Complicate your life von Winfried W. Weber. So ich ihn nicht zu grob vereinfache und mißinterpretiere warnt er mit einigem Recht davor, zu früh, zu viel, zu phantasielos Zusammenhänge zu verkürzen und auf den Punkt zuzuspitzen. Auch die zu frühe Frage nach Machbarkeit, harten Zahlen und schnellem Erfolg kann den Blick auf entscheidende Punkte durchaus verstellen.

Einen deutlichen Schritt weiter geht der Philosoph Frithjof Bergmann, der eindringlich und ernst eine Sprengkraft enthaltende Frage stellt: Was ist es, was Sie wirklich wirklich wollen? Er provoziert weiter, indem er sinngemäß behauptet, es gäbe in der so genannten entwickelten Welt einen Mangel an Begierde. Ich verstehe das in meinem Arbeitszusammenhang als Aufforderung, nach der wahren Leidenschaft in den Dingen zu forschen. Wirkliche Leidenschaft ist nämlich einer der verlässlichen Triebkräfte, mit der wir wie unsere Kunden auch mit Rückschlägen und Durststrecken gut zurechtkommen.

Nicht zuletzt muss ich hier Prof. Günter Faltin bemühen, der mit Kopf schlägt Kapital ein Buch vorgelegt hat, das neben anderen wirklich nützlichen Gedanken eine Frage mit auf den Weg gibt, die konsequent gestellt erstaunliche Antworten erzeugen hilft: Entspricht der skizzierte Schritt Richtung Lösung / Erfolg charakterlich eher Konvention oder Funktion? Als Beispiel mag folgendes herhalten: Konventionell wird unabhängig vom Bedarf gern a) eine Sekretärin eingestellt, die in b) angemieteten Räumen sitzt und c) mangels dauerhaft anfallender Arbeit eigentlich zu teuer ist. Gerade zu Beginn unternehmerischen Handelns kann man aber auch a) einen Sekretariatsservice im Internet buchen, b) selbst überwiegend im Homeoffice, beim Kunden oder an anderen Coworking-geeigneten Orten arbeiten und c) fallweise Aufgaben an Profis delegieren. Schon ist das Geschäftsmodell an entscheidenden Parametern Mitbewerbern überlegen.

Die bis hierher skizzierten Zutaten sind essentiell für meinen Ansatz, zusammen mit Kunden neue Dinge zu schaffen bzw. das Neue in vorhandene Dinge einzubauen. Natürlich verfüge ich auch noch über eine Reihe geheimer Ingredienzien, die ich ähnlich wie der Hersteller einer coffeinhaltigen zuckrigen Limonade streng geheim halte. 8-)

Wer eine Zusammenfassung oder eine Moral zum Beitragsende wünscht, mag vielleicht entschuldigen, wenn das gelegentlich schwierige Tun von BCC sich in letztlich profan klingenden Worten manifestiert: Ich denke mit dem und für den Kunden Gedanken, auf die er allein entweder nicht oder nur sehr viel mühsamer käme. Dabei spiele ich auch schon mal die geistige Abrissbirne, um kreativ-zerstörerisch im Sinne von Schumpeter zu Lösungen zu kommen, die nicht 3% billiger oder ähnlich profanes sind sondern mit einer über den Tag hinaus ragenden und kommunizierbaren Eigenschaft ausgestattet sind. Wenn das zu Kommunizierende gefunden ist, hilft vielleicht die Blogparade “Pimp your Page (Pagegloss)” weiter…
(* Der Klick auf den jeweiligen Buchtitel führt zu meiner Rezension. Bei Interesse finden Sie hier eine Übersicht weiterer Rezensionen von mir.)

Blogparade Pimp your Page (Pagegloss)

30. Oktober 2009

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Pimp your Page (statisch / CMS / Blog)

Die Story

Bei der gefühlt dringend notwendigen Überarbeitung der statischen Webseite meiner Unternehmensberatung habe ich überlegt, ob und womit ich diese über interessanten Inhalt hinaus veredeln, aufmotzen - oder neudeutsch pimpen - könnte.  Es muss also Pagegloss her!

Das führt zu folgender Frage an Sie: Was gibt es an Diensten und Software, mit deren Hilfe man sowohl statische Seiten als auch CMS und Blogs interaktiver(!) und gern auch schicker machen kann?

Die Schirmherrin

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Schirmherrin? Ja! Es gab eine graue Zeit, wo es im deutschsprachigen Raum keine Blogparaden gab. Und dann kam Elke Fleing am 19.10.2006 mit Ihrem 1. Business Blog-Karneval in Deutschland. Sie war damals Quelle und Inspiration für mich und zahlreiche andere Menschen und deshalb bin ich stolz und glücklich, sie hier als Schirmherrin präsentieren zu können.  Ich darf Sie hier zitieren:

“Ich hab ja immer noch ein Problem mit der ‘Schirmherrin’… Aber however, wenn Knut das so wünscht… Auf jeden Fall unterstütze ich die Blogparade Pimp your Page gern. Denn erstens: Interaction rulez! Und bei ner Parade vernetzeln sich die Blogger immer prima. Und sie tragen Wissen und Tipps zusammen zu einem Thema, vor dem wir alle,  die wir uns im Netz tummeln, ja immer wieder stehen: Attraktive, aussagekräftige, gut unterhaltende und nützliche Websites zu schaffen. Ob zwecks Selbstmarektings oder für Kunden. Insofern freu ich mich selbst schon sehr auf alle die Inspirationen, die bei dieser Blogparade für uns alle rausspringen werden. Also, an die Tastaturen, Blogger: Was habt ihr an Tools auf Tasche, um eine Website für die Leser catchy zu machen?”

Mein Aufruf

Ich rufe dazu auf, in eigenen Beiträgen bis zu 3 solcher Angebote zu benennen, die eine Webseite einladender für die Leser macht. Ich bitte dabei um die Beachtung meiner Teilnahmehinweise:

  • Es mögen bitte gern auch weniger bekannte Angebote benannt werden. Diese brauchen auch ihre Dosis Aufmerksamkeit, um sich inhaltlich weiter zu entwickeln.
  • Ihr Beitrag verlinke bitte auf meine Aktion.
  • Kommentieren Sie bitte auch gern meinen Startbeitrag, um so auf Ihren Beitrag hinzuweisen.
  • Alle sind herzlich eingeladen, auf diese Aktion auch in seinem digitalen Umfeld z.B. in facebook, xing und twitter hinzuweisen.

Meine Fragen

Um es den hoffentlich zahlreichen Lesern - und mir für die Auswertung - möglichst einfach zu machen, gebe ich ein paar Fragen vor, die ich als Anregung verstehe. Da es gut sein kann, dass eine tolle Idee nicht in das Frageraster passt, hoffe ich auf ausreichend pfiffige Lösungen, damit nichts verloren geht…

  1. Bitte benennen Sie den Dienst / die Software mit Link zum Anbieter .
  2. Was tut das Angebot nützliches / spannendes für den Leser?
  3. Was tut das Angebot nützliches / spannendes für den Seitenanbieter der Webseite?
  4. Für welche Betriebssysteme gibt es das Angebot?
  5. Kostenpflichtig?
  6. Bitte vergeben Sie pro Angebot bis zu 3 Schlagworte (tags), mit deren Hilfe Leser schnell sehen, ob das etwas für sie sein könnte. Einige hoffentlich hilfreiche Beispiele: Grafik, Audio, Video, Animation, Umfrage.

Die Auswertung

Je nach Anzahl der Beiträge werde ich die Ergebnisse in einem eigenen Beitrag zusammenfassen oder ein eigenständiges .pdf Dokument erstellen, das frei und öffentlich (z.B. auf scribd) zugänglich sein wird.

Zeitraum für die Teilnahme

Die Parade läuft vom 1.11.2009 bis zum 2.12.2009 und ist angemeldet auf:

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